Das gesamte Lugnezer Tal wird aus Tonschiefern aufgebaut, die auf der Sedimentdecke des Gotthardmassivs liegen. Die Grenze zwischen diesen beiden mächtigen Gesteinspaketen verläuft möglicherweise durch Peiden Bad, wo eine Rauhwackeschicht (durchlässiger, verwitterter Dolomit) die bekannte Peidener Calziumsulfat-Hydrogenkarbonat-Mineralquelle anreichert. Eine Vorstufe des Fremdenverkehrs und der Hotellerie in der Surselva bildeten die Heilbäderbetriebe. Um die Jahrhundertwende erfreute sich das "Stahlbad Peiden" mit seinem stark eisenhaltigen, subthermischen Mineralwasser als distinguierten und gefälligen Kurort grosser Beliebtheit. 1961 wurde der Peidener Kur- und Hotelbetrieb infolge der veränderten Nachfrage und des aufkommenden Wintertourismus eingestellt. Seitdem fliessen die eisenhaltigen Gipswasser ungenutzt in den Glenner. Weit mehr Erfolg ist der St. Petersquelle in Vals beschieden, sowohl als Kurbad wie als Tafelwasserbetrieb. Das Kurbad, das seit 1983 der Gemeinde gehört, wurde als «Felsentherme» vom Stararchitekten Peter Zumthor neu gebaut. Er schuf ein Ort der elementaren Sinnlichkeit nach römischem Vorbild. Der Badende kann wählen zwischen dem Innenbad (33 Grad), dem Aussenbad (36 Grad) und dem Feuerbad (42 Grad). Die «Felsentherme» soll ein Wechselbad der Sinne mit den Grundelementen Stein, Wasser, Licht und Luft ermöglichen. Die verheissungsvolle Neueröffnung fand im Dezember 1996 statt.