«Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es»
Diese treffende Satire von Erich Kästner war damals kaum fürs Langlaufen gedacht, dennoch ist sie praktisch zu hundert Prozent auch auf diese sanfte und gesundheitsfördernde Sportart übertragbar. Das blosse Schwärmen von einsamen Runden in der verzauberten Winterlandschaft bringt nichts, ausser man gehöre selbst zum Kreis der aktiven und ausdauernden Langläuferinnen und Langläufer.
Das Mekka der Lugnezer Langlaufszene befindet sich auf der weiten, leicht coupierten Ebene östlich von Degen. Vom offenen Gelände blickt man auf den entfernten Péz Terri, hat die gewaltige Gebirgskette des Péz Aul unmittelbar vor Augen und wird beim nordisch Laufen in östlicher Richtung auf Schritt und Tritt von den malerischen Terrassendörfern auf der gegenüberliegenden Talseite begleitet. Das natürliche Kulissenspiel findet seinen Abschluss mit der steilen und stark zerklüfteten Signinakette ganz im Osten. Der 4 km lange Rundkurs besteht aus einer variantenreichen Hauptloipe und einer Zusatzschlaufe.
Zudem gibt es wieder einen kleinen aber feinen Rundkurs von 2 km direkt unterhalb von Vella. Die Langlaufanlagen werden mit einer modernen Pistenmaschine für den klassischen und den Skatingstil regelmässig präpariert und gewartet.
Die beiden Loipen in Vella und Degen sind miteinander verbunden. Auf dem 2 km langen Verbindungsstück ist jedoch etwas Geschicklichkeit gefragt. Bei ca. 200 Metern Höhenunterschied ist der Aufstieg schweisstreibend, die Abfahrt recht rasant. Die Verbindungsloipe ist nur gewalzt. Es sind keine Spuren für den klassischen Stil vorhanden.
Am Wochenende wird an der Loipe in Degen (Rofna) betrieben. 
Übrigens, wir Rätoromanen sagen «ir a far pass liung » oder «ir a far cuorsa liunga», wenn wir uns auf die Loipe begeben.
Achtung: Die Verbindungsloipe ist gleichzeitig Winterwanderweg nach Degen. Gegenseitige Rücksichtnahme von Langläufern und Fussgängern ist also gefordert.